Uns ist in alten maren....

 

Das Nibelungenlied


Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
von helden lobebæren von grôzer arebeit,
von vreude und hôchgezîten von weinen und von klagen,
von kuener recken strîten muget ir nu wunder hoeren sagen.

Ez wuohs in Burgonden ein vil edel magedîn,
daz in allen landen niht schoeners mohte sîn;
Kriemhilt was si geheizen si wart ein schoene wîp.
dar umbe uosen degene vil verliesen den lîp.

Der minneclîchen meide triuten wol gezam;
ir muoten küene recken niemen was ir gram.
âne mâzen schoene sô was ir edel lîp.
der juncvrouwen tugende zierten anderiu wîp.


Ir pflâgen drî kuenege edel unde rich,
Gunther unde Gêrnôt die recken lobelîch,
und Gîselher der junge ein ûz erwelter degen.
diu vrouwe was ir swester die vürsten hetens in ir pflegen."


"Viel Wunderdinge melden die Mæren alter
Von preiswerten Helden von großer Kühnheit,
Von Freud' und Festlichkeiten von Weinen und von Klagen,
Von kuehner Recken Streiten moegt ihr nun Wunder hoeren sagen.

Es wuchs in Burgunden solch edel Mægdelein,
Daß in allen Landen nichts Schoenres mochte sein.
Kriemhild war sie geheißen und ward ein schönes Weib,
Um die viel Degen mußten verlieren Leben und Leib.


Die Minnigliche lieben brachte keinem Scham;
Um die viel Recken warben niemand war ihr gram.
Schön war ohne Maßen die edle Maid zu schaun;
Der Jungfrau hoef'sche Sitte wär' eine Zier allen Fraun.

Es pflegten sie drei Koenige edel und reich,
Gunther und Gernot die Recken ohne Gleich,
Und Geiselher der junge ein auserwählter Degen;
Sie war ihre Schwester die Fuersten hatten sie zu pflegen."

 

Auf Burg Prunn im Altmühltal wurde eine der schönsten Handschriften des Nibelungenliedes, der Prunner Codex, aufgefunden. Die Handschrift befindet sich heute in der Bayerischen Staatbibliothek in München.





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Uns ist in
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Dr. Christoph Gerlach
Datum der letzten Änderung: 7. August 2004